Eine Puttenrutsche

Das muß jetzt mal sein. Während in Mannheim die Katholiken tagen und die (meist noch nicht) Väter Wandertagen, hat es mich heute nach Welver verschlagen.
Die dortige ehemalige Kloster- und heutige Pfarrkirche St. Bernhard lohnt einen Besuch.

Barock ist ja in Westfalen beileibe nicht so beheimatet wie in Bayern oder Österreich, doch auch in der Hellwegregion findet sich einiges davon. Meine Affinität zu Putten hat allerdings die Birnau am Bodensee geweckt, wobei ich zugeben muß, daß ich dort zuweilen Probleme hatte andächtig zu bleiben.

St. Bernhard in Welver, gebaut um 1700 ist eine kleine Barockkirche mit einem, sie ich finde sehr schönen Hochaltar

Hochaltar in St. Bernhard, Wewer

an dem sich ein paar nette Putten tummeln:

Halt durch, ich halte Dich!

 

Guck mal, ich kann das mit einer Hand!

 

 

 

 

 

 

 

 

Fönwelle ist gerade der letzte Schrei.

 

 

 

Huah! Jetzt wäre mir fast das Tuch runtergefallen!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Örks, in eine matschige Traube gegriffen.

 

Psst, schläft.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ist das schön hier!

 

 

 

 

 

Volle Konzentration

 

 

 

 

 

 

Reife, saftige Trauben, lecker!

 

 

 

... und so prall ...

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

... köstlich!

 

 

 

 

 

 

 

Schwerstarbeit! So ein Kapitell wiegt ganz schön.

 

 

 

 

 

 

 

Schau mal da ...

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Natürlich mit einem Gruß ins barockfürstlich approbierte Puttenschutzgebiet.

Veröffentlicht unter katholisches | 3 Kommentare

Botschaft von Papst Benedikt XVI. zum 98. Deutschen Katholikentag in Mannheim

Gerne gebe ich in ungekürzter Form die Botschaft unseres Heiligen Vaters zum Katholikentag in Mannheim wieder:

Meinem verehrten Bruder
Robert Zollitsch, Erzbischof von Freiburg,
den Bischöfen, Priestern, Diakonen und Ordensleuten sowie allen Teilnehmern am Katholikentag in Mannheim Liebe Brüder und Schwestern in Christus!

„Einen neuen Aufbruch wagen” – unter diesem Leitwort versammeln sich in diesen Tagen zahlreiche Gläubige zum 98. Deutschen Katholikentag in Mannheim. In Verbundenheit grüße ich euch alle, die ihr zur feierlichen Eröffnung auf dem Marktplatz im Herzen der Stadt zusammengekommen seid.
Mein besonderer Gruß gilt dem Erzbischof von Freiburg und Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Dr. Robert Zollitsch, den anwesenden Kardinälen und Bischöfen sowie dem Zentralkomitee der deutschen Katholiken, das gemeinsam mit dem Erzbistum Freiburg Gastgeber dieses Katholikentages ist. Ebenso grüße ich die Vertreter der Ökumene, des öffentlichen Lebens und alle, die über die Medien mit euch verbunden sind.
Bei dieser Gelegenheit erinnere ich mich gerne und mit großer Dankbarkeit an meinen Pastoralbesuch im vergangenen Jahr in unserem Heimatland und an die vielen bereichernden Begegnungen mit Menschen aus allen Teilen der Bevölkerung bei diesem großen Fest des Glaubens.
„Einen neuen Aufbruch wagen“ steht über eurer Zusammenkunft in Mannheim. Was will uns dieses Wort eigentlich sagen? Aufbrechen heißt sich in Bewegung setzen, sich auf den Weg machen. Vielfach ist damit aber auch eine Entscheidung zur Veränderung und Erneuerung mitgemeint. Aufbrechen kann nur, wer bereit ist, Altes zurückzulassen und sich auf Neues einzulassen.
Was aber bedeutet dies dann für die Gemeinschaft der Kirche, die nach dem Apostel Paulus der geheimnisvolle Leib Christi ist? Christus ist das Haupt, und wir sind die Glieder. Wir dürfen die Kirche nicht in ihrem Haupt manipulieren, sondern wir selbst sind gerufen, uns immer wieder neu als Glieder am Haupt, am „Urheber und Vollender“ unseres Glaubens (vgl. Hebr 12,2) auszurichten.
Erneuerung trägt nur Frucht, wenn sie aus dem wirklich Neuen von Christus her geschieht, der der Weg, die Wahrheit und das Leben ist (vgl. Joh 14,6). So betrifft Aufbruch jeden Gläubigen persönlich und zuinnerst. Durch die Taufe sind wir neu in Christus. Der Herr hat unser Menschsein von der Knechtschaft der Sünde befreit und „aufgebrochen“ für die lebensspendende Beziehung mit Gott. Dieses von Gott her geschenkte Aufbrechen muss daher immer wieder ein persönliches Aufbrechen zu Gott hin werden. Jeder hat sich um seinen persönlichen Glauben zu bemühen, ihn konkret zu leben und ihn weiterzuentwickeln. Aber in unserem Glauben sind wir nicht allein, isoliert von den anderen.
Wir glauben mit und in der Gemeinschaft der Kirche. Aufbruch jedes Getauften ist zugleich Aufbruch in und mit der Kirche!
Zu allen Zeiten gab es Menschen, die diesen Aufbruch gewagt haben und in denen sich die Gegenwart Gottes besonders deutlich gezeigt hat. Das Glaubenszeugnis der Heiligen und der großen Schar von Christen, die froh und unerschrocken die Botschaft des Evangeliums ihren Mitmenschen verkündet haben, kann uns auch heute Mut machen zu einem neuen Aufbruch, uns anspornen zu einem neuen Mut des Glaubens. Die Heilige Schrift und die Geschichte der Kirche kennen eine Vielzahl von Menschen, denen das Allgemeinübliche ihrer Zeit nicht genügte, ja nicht genügen konnte. Mit unruhigem und offenem Herzen waren sie fähig, in ihrem Leben und in den Anforderungen des Alltags den „Heraus-Ruf“ Gottes zu vernehmen.
Nicht menschliche Unbeständigkeit ließen sie aufbrechen, sondern die Sehnsucht nach Wahrheit und das Hören auf Gottes Wort. Wahrer Aufbruch, so zeigen sie uns, besteht im Gehorsam und Vertrauen gegenüber Gottes Weisung und Ruf. Wer sich von Gott angeredet weiß und aus diesem Dialog mit Gott heraus sein Leben gestaltet, überwindet Enge und Ängstlichkeit und kann so „Rede und Antwort geben von der Hoffnung, die ihn erfüllt“ (vgl.
1 Petr 3,15). Ein Sohn der Stadt Mannheim, der Jesuitenpater und spätere Märtyrer Alfred Delp, schildert uns in einer Betrachtung, die er wenige Wochen vor seinem Tod geschrieben hat, jene Menschen, die unter dem Anruf Gottes aufbrechen und sich auf den Weg zu machen wagen: „Es sind dies die Menschen“, so schreibt er, „mit den unendlichen Augen. Sie haben Hunger und Durst nach dem Endgültigen; richtig Hunger und Durst. Sie sind der entsprechenden Entschlüsse fähig. Sie ordnen das Leben seinen Endgültigkeiten unter.
Suchende, fahrende Menschen sind sie geworden, weil sie dem inneren Ruf und dem äußeren Zeichen – das sie ohne den innerlichen Hunger und die gespannte Wachheit nie bemerkt hätten – mehr glaubten als der sicheren und behaglichen Sesshaftigkeit“ (Im Angesicht des Todes, 97 f.).
Liebe Schwestern und Brüder! Der Katholikentag ist in einer Stadt zu Gast, in der sich eine schier unübersehbare Vielfalt von Ideen und Auffassungen, von Lebensentwürfen und Religionen findet. Das Wagnis eines neuen Aufbruchs bedeutet in einer solchen Umgebung, ihre Chancen und Gefährdungen zu erkennen und Räume echten Miteinanders zu schaffen.
Denn nur eine Menschheit, in der die „Zivilisation der Liebe“ herrscht, wird sich eines wahren und bleibenden Friedens erfreuen können. Als Kirche haben wir den Auftrag, den Anspruch und die Botschaft des Evangeliums offen und klar zu verkünden. Der Beitrag aller Getauften zur Neuevangelisierung ist unerlässlich. Auch unser Land braucht einen neuen missionarischen, apostolischen Aufbruch.
Ein besonderes Wort möchte ich den Jugendlichen und jungen Erwachsenen widmen. Vielen von euch durfte ich im vergangenen Jahr beim Weltjugendtag in Madrid und einige Wochen später bei der Vigilfeier in Freiburg begegnen. Wer wie ihr sein Leben noch vor sich hat, ist immer wieder gefordert, Entscheidungen zu treffen und auch bei Enttäuschungen wieder aufzustehen und kraftvoll Zukunft zu gestalten. Habt den Mut, euch an Jesus Christus zu orientieren! Stärkt euch gegenseitig im Glauben! Steht in eurem Freundeskreis, in Schule und Beruf für die Botschaft des Evangeliums ein! Wie Christus die Kirche liebt (vgl. Eph 5,25), wollen auch wir die Kirche lieben. Ja, identifiziert euch mit der Kirche, weil sich Christus mit der Kirche identifiziert, weil sich Christus mit uns identifiziert! Schöpft aus dem Leben und aus der Wahrheit, die uns Christus in der Kirche schenkt! Wir alle wollen diesen Schatz der Liebe Gottes den Menschen in unserem Land bringen. Auf sein Wort hin wollen wir aufbrechen (vgl. Lk 5,5) und so Gottes Aufbruch zu uns Menschen erwidern.
Der 98. Katholikentag bildet gewissermaßen einen Auftakt zum Jahr des Glaubens, das wir in Kürze anlässlich des fünfzigsten Jahrestages der Eröffnung des Zweiten Vatikanischen Konzils beginnen werden. So mögen diese Tage zu einem Glaubensfest werden und mithelfen, den Glauben der Kirche in seiner Schönheit und Frische wiederzuentdecken, ihn sich aufs Neue und immer tiefer anzueignen wie auch in eine neue Zeit hinein zu verkünden.
Mit diesem Wunsch lege ich den Verlauf des Katholikentages in Gottes Hände und erteile euch allen von Herzen den Apostolischen Segen.
Aus dem Vatikan, am 14. Mai 2012

BENEDIKTUS PP. XVI

Veröffentlicht unter katholisches | Hinterlasse einen Kommentar

Unbehagen

Alexander Kissler äußert sein Unbehagen über den Katholikentag in Mannheim und der Predigtgärtner bemängelt den Beichtmangel in Mannheim. Letzteres dürfte sich schnell aufklären lassen, denn im Printprogramm steht, daß es Beicht- (und Gesprächs-)möglichkeit durchgehend im biblisch-geistlichen Zentrum gibt. Daß die Datenbanksuche wenig erfolgreich ist, mag man bemängeln, liegt aber wohl daran, daß es sich nicht um eine Form der “Veranstaltung” handelt und ein Dauerangebot ist. Dieser Mangel ist schon mal kein Mangel.

Da finde ich Kisslers spitze Feder schon deutlich anregender als des Predigtgärnters Beichtabwesenheitsschelte, die ja eben keiner Realität entspricht. Obwohl natürlich auch bei Kissler der Charakter des “Gemaules” unübersehbar ist.

Ich fühle mich etwas hilflos angesichts des Katholikentages. Kisslers Analyse ist weitestgehend zutreffend und trotzdem nehme ich auch noch etwas anderes, eine Art subversiver Untergrundstimmung, wahr. Es gibt Nigthfever auf dem Katholikentag. Es gibt Hl. Messen in der außerordetlichen Form des röm. Ritus. Das finde ich beachtlich, denn es deutet eine Weite an, die auf den ersten Blick nicht zu erwarten wäre.

Es haben mir einige gesagt, daß sie trotz ZdK hinfahren, weil sie “katholisch” nicht den deutschkatholischen Kulturprotestanten überlassen wollen. Und zugleich kann ich Kardinal Meisner verstehen, der sich das Spektakel einfach nicht antun will und lieber ins Heilige Land entschwindet.

Es bleibt ein Unbehagen, daß sich bei mir natürlich vor allem aus meiner persönlichen Abneigung gegen Großveranstaltungen und Menschenmassen speist. Doch das Unbehagen wird auch genährt von der Frage, ob sich katholisch denn nun wirklich auf Klima, Gender, Ämter, Strukturen und Krisendialog beschränkt.
Es brachte jemand dies vor ein paar Tagen im Gespräch auf den Punkt, indem er fragte, ob er auf Grund der Klimaneutralität des Katholikentages weniger Zwiebeln essen, öfter beichten oder lieber ein Bäumchen pflanzen solle, wenn er Mannheim furzen müsse?

Da war doch noch etwas anderes.
Da war doch mal was mit einer großartigen Verheißung, nämlich , daß wir erlöst sind, wenn wir an Christus glauben und ihm nachfolgen. Das lenkt den Blick in eine weitaus größere Weite als auf ein Genderämterstrukturklima. Das weitet den Blick in Richtung Himmel. Und davon sehe ich in Rom derzeit deutlich mehr als in Mannheim. Rom sammelt, Mannheim zerstreut, das ist, so glaube ich, der Kern meines Unbehagens.

Und dennoch, die Gegenströmung – in Richtung Rom, d.h. in Richtung Sammlung – ist untergründig spürbar, wenn auch kaum zu sehen und von der veröffentlichten Meinung verschwiegen, geleugnet oder allenfalls gescholten.

Meine guten Wünsche und Gebete begleiten alle Freunde und Bekannte, die sich auf den Weg machen, um in Mannheim mit Brüdern und Schwestern im Glauben ein Glaubensfest zu feiern. Sie werden Hl. Messen finden und Sakramente empfangen können, sie werden miteinander und mit Gott reden können.
Vielleicht feiern sie gegen den Mainstream, aber sie feiern mit Christus.

Veröffentlicht unter katholisches | 5 Kommentare

In der ersten Reihe

Inzwischen habe ich mich ja zu einem regelrechten Fernsehmuffel entwickelt. Ganz besonders muffelig werde ich, wenn mal wieder ein öffentlich-rechtlicher Beitrag zur Kirche auf dem Programm steht, denn in der Regel ist es grauenerregend vorhersagbar.

Dabei geht es gar nicht um Meinung. Die Meinungsfreiheit in unserem Land ist vom Grundgesetz garantiert und es sei jedem Journalisten gestattet, die Kirche doof zu finden und das auch laut zu sagen. Kein Problem.

Wenn aber unter dem Deckmantel der Objektivität gepaart mit einer entsetzlichen Ahnungslosigkeit “Meinung gemacht” wird, dann gehen mir die Nackenhaare hoch.

Ist es so schwer zu begreifen, daß Katholiken kein Abendmahl feiern sondern Eucharistie?
Eigentlich nicht, man muß weder an die Realpräsenz glauben noch das Amts- und Kirchenverständnis der katholischen Kirche teilen, um das zumindest rational verstehen zu können. Und schon liegt eigentlich auf der Hand, daß es kein gemeinsames Abendmahl geben kann.
Nehmen wir mal den umgekehrten Fall:
Die ARD macht einen Beitrag über die EKD und prangert an, daß sich die evanglischen Christen weigern, gemeinsam Eucharistie zu feiern und nicht bei der Fronleichnamsprozession mitgehen und nicht einmal ihre Bischöfe in die apostolische Sukzession stellen wollten. Das gehe doch so nicht weiter.

Den öffentlichen Aufschrei möchte ich gerne mal hören …

Und es geht dann munter weiter.
Was Fortschritt in der Kirche bedeutet, definiert natürlich nur WisiKi, das ZdK, die Kirchenumarmer und Pfingsterklärer.
Was aus Rom kommt, was der Papst lehrt, was die Bischöfe sagen, ist natürlich immer nur ewiggestriger Quark und bremst den Fortschritt nur aus. Natürlich ist der Papst Schuld am Niedergang der Kirche und natürlich sind die Bischöfe Schuld an zu wenig Priestern.
Man müßte ja nur verheiratete Männer und Frauen … Ach es ist ja so langweilig.

Daß die Kirche in Deutschland gar nicht der Nabel der Welt ist, daß die Kirche in Afrika, Alteinamerika und Asien wirklich in einem Aufbruch ist, wird vor lauter provinziellem Gejammer komplett ausgeblendet.

Die Definitionshoheit, was denn katholisch ist und was nicht, liebe Redaktionen in den öffentlich- rechtlichen Sendern haben nun einmal die Bischöfe (und nicht nur die deutschen) in Einheit mit dem Bischof von Rom. Sie liegt definitiv nicht bei WisiKi, Pfarrerinitiative oder gar dem ZdK.

Damit mich niemand mißversteht, ich verlange keine Hofberichterstattung. Ich verlange, bei allem Resepkt vor notwendigem kritischen Journalismus, sachgerechte Berichterstattung.

Hofberichterstattung können wir Blogger eh besser.

Für alle, die jetzt immer noch nicht abgeschreckt sind, der Beitrag, der diesem Blogartikel zu Grunde liegt, wird noch ein paar Tage in der Mediathek der ARD abrufbar sein.

Veröffentlicht unter katholisches | 3 Kommentare

Beichtspiegel für Priester

Die römische Kleruskongregation hat einen Beichtspiegel für Priester herausgegeben. Klar, daß es von den üblichen Verdächtigen Kritik hageln wird, denn ich habe durchaus den Verdacht, daß es mit der Beichtpraxis der Priester nicht deutlich besser bestellt ist als es bei den Laien der Fall ist.

Ein wenig neidisch – und durchaus bewundernd – schaue ich manchmal auf jüngere Katholiken, die so scheinbar locker mit der der Beichte umgehen. Die haben den ganzen “Ach-wir-haben-ja-so-unter-der-Beichte-gelitten”-Kram aus den 70ern und 80er einfach nicht mitbekommen und finden es klasse, ihren Sündenmüll einfach so sakramental entsorgen zu können.

Auch die jüngeren Priester haben einen deutlich entspannteren Umgang mit der Beichte, d.h. sie vermitteln sie nicht bedeutungsschwer sondern als Chance, reinen Tisch zu machen. Das ist sehr schön und sehr positiv.

Klar ist, daß es nicht mehr die Massenbeichten vor den Festen aus volkskirchlichen Zeiten gibt. Dennoch zeigt sich insbesondere vor Ostern in typischen Beichtkirchen (zumeist Klöster) ein hoher Bedarf. Mit dem hohem Bedarf an Beichte geht totzdem eine Unsicherheit einher. Wie geht es? Was beichten? Wie kann ich erkennen, was nun Sünde ist oder was nicht? Fazit: Der Abschied von der Kasuistik in der Moraltheologie war nicht nur gut. Ein Raster zu haben, an dem man sich entlang hangeln kann, ist nicht verkehrt.

Der römische Beichtspiegel für Priester geht einen, wie ich finde sehr guten Weg, denn er orientiert sich an Schriftworten und legt diese auf das priesterliche Leben und Wirken hin aus. Das halte ich für einen guten Weg. Und um es gleich klarzustellen, ich rechne bei keinem Priester, den ich kenne, damit, daß er bei jeder Frage o.B. ist. Ich glaube, solche Priester würden einem Angst machen. Doch ich rechne damit, daß ein guter Priester sich nach den aufgezeigten Idealen ausstreckt und sie zu verwirklichen sucht. Vielleicht auch für seine persönliche geistliche Entwicklung Schwerpunkte setzt. (Das will ich in meinem priesterlichen Leben verwirklichen / verbessern. – Da hakt es noch … )
Das muß gar nicht immer alles gelingen, vor allem nicht auf Anhieb.

Und eigentlich hätte ich einen Beichtspiegel in dieser Art auch gerne für uns Laien. Wer sich den Beichtspiegel genau anschaut, kann feststellen, daß er für “alte Hasen” wie für “Anfänger” gleichermaßen brauchbar ist, da er auf Wachstum ausgelegt ist. Es gibt in jedem geistlichen Leben Dinge, die zwar nicht richtig sind, die zu ändern aber jetzt nicht dran sind. Sich ihrer zu erinnern, ist kein Fehler.

Und alle Priester, die über diesen Beichtspiegel meckern, könnten ja mal versuchen ein halbes Jahr lang jeden Samstag zum Ende der Woche in diesen Spiegel zu schauen. Vielleicht verändert sich ja was …

Achja …
Für alle Laien:
Das ist ein Beichtspiegel für Priester und keine Anleitung für eine TÜV – Prüfung durch Gemeindemitglieder.

Veröffentlicht unter katholisches | Hinterlasse einen Kommentar

Der Weltuntergang

ist verschoben.

 

Was sagt der Verschörungstheoretiker, wenn er am 22. 12.2012 aufsteht?

“Hier stimmt was nicht!”

Veröffentlicht unter Allgemein | Hinterlasse einen Kommentar

YOUCAT Initiativen gesucht

Eine Anfrage, die ich gern weiterleite:

Schon seit einiger Zeit bloggen wir für euch bekanntermaßen über YOUCAT Initiativen , d.h. über weltweitvon oder durch den YOUCAT inspirierte Glaubensinitiativen in Pfarreien, Clips im Internet etc.

Jetzt wird das Ganze etwas offizieller: Im Auftrag von Stanislaw Kardinal Rylko, dem Leiter des Päpstlichen Rates für die Laien im Vatikan, und Bernhard Meuser, dem Leiter des YOUCAT Zentrum, bitten wir euch, uns bei einer Zusammenstellung aller Initiativen, die auf der ganzen Welt im “YOUCAT-Dunstkreis” entstanden sind, zu helfen.

http://de.youcat.org/?p=2104

 

Veröffentlicht unter katholisches | Hinterlasse einen Kommentar

Die Robusta

Alle mal rüber zu Alipius, denn es wird wieder der

“Schwester-Robusta-Preis der deutschsprachigen Blogoezese”

verliehen.

 

Aber vorher müssen wir noch sagen, ob wir das auch wirklich wollen.

Also rechts in der Poll-Box einen Klick bei “Jau”

Veröffentlicht unter katholisches | Hinterlasse einen Kommentar

Eröffnung der Wallfahrt

Liturgischer Auszug nach der Wallfahrtseröffnung

“Es ist das Vorrecht des Metropolitankapitels zu Paderborn, jährlich die Wallfahrt im wichtigsten Wallfahrtsort des Hochstifts Paderborn zu eröffnen.”

Mit diesen Worten begrüßte Pfarrer Martin Beisler als Leiter der Wallfahrt in Verne die Pilger, seine Mitbrüder im Priesteramt und ganz besonders den Hauptzelebranten Domkapitular Msgr. Andreas Kurte am heutigen Morgen. Trotz eines heftigen Gewitters vor der Hl. Messe war die Kirche in Verne zu diesem Festhochamt bis auf den letzten Platz besetzt.

In seiner Predigt ging Msgr. Kurte, nach einem Hinweis auf die pilgernde Existenz auch des modernen Menschen, besonders auf biblische Zugangsweisen zu Maria ein. Zum einen stellte er Maria als Glaubende vor, die der Botschaft des Engels vertraut habe. Ferner Maria, als die die auf Christus zeige. Bei der Hochzeit zu Kana sagt sie den Dienern, was er (Christus) euch sagt, das tut. Maria, so führte Msgr. Kurte weiter aus, sei ein Vorbild, indem sie dem Kreuz des Sohnes eben nicht ausweiche. Ein Vorbild sei Maria auch, indem sie mit den Jüngern auf Pfingsten warte. Die Lethargie der Jünger vor Pfingsten sei vergleichbar mit der Lethargie, die uns in Zeiten des Umbruchs in der Kirche zuweilen befalle. Maria gebe auch hier ein Vorbild, wenn sie uns ermutige auch heute immer wieder um den Heiligen Geist zu bitten.

Im Anschluß an die Eucharstiefeier folgte noch eine kurze Marienandacht, in der der Gottesmutter, der Trösterin der Betrübten von Verne, die Sorgen und Nöte, aber auch der Dank der Pilger vorgetragen wurden. Musikalisch begleiteten Priesteramtskandidaten des Erzbistums Paderborn die Hl. Messe.

Im Mai ist nun an jedem Sonntag die traditionelle

Maiprozessionen mit Wallfahrtspredigt am Brünneken

Die Prediger sind:

  • 06. Mai 2012 – Msgr. Franz-Josef Hövelborn, Brakel
  • 13. Mai 2012 – Pastor Andreas Rohde, Salzkotten-Oberntudorf
  • 20. Mai 2012 – Diakon Tobias Hasselmeyer, Erzb. Priesterseminar Paderborn
  • 27. Mai  2012 – Pfarrer Peter Gede, Büren

An den Werktagen im Mai ist jeden Abend um 19.30 Uhr Maiandacht in der Kirche, freitags in der Kapelle am Brünneken.

Ein Höhepunkt der Wallfahrtszeit ist die Stadtwallfahrt aus Paderborn.
Sie findet am 1. Juli 2012 zum 249.Male statt.

facebook- Seite zur Wallfahrt

Eine facebook – Seite der Wallfahrt zur „Trösterin der Betrübten in Verne“ ergänzt in diesem Jahr erstmalig die Kommunikation mit den Pilgern.

Alle Pilger und diejenigen, die sich mit der Wallfahrt verbunden fühlen, können auf der Seite aktuelle Informationen erhalten und Erinnerungen an vergangene Wallfahrten austauschen. Videos, Predigttexte, ein Terminkalender und viele Fotos runden das Projekt ab.

Veröffentlicht unter katholisches | Hinterlasse einen Kommentar

Da kommt keine Langeweile auf

Abgesehen davon, daß der Glaube ohnehin nicht langweilig ist, sorgen auch der im Lande Luthers grassierende Memorandismus und das letzte noch existierende ZK für reichlich Unterhaltung. Ebenso macht der bevorstehende Katholikentag durch komische Sachen von sich reden.

Gut katholisch, wie man nun einmal ist, ruft man zu einem fleischlosen Tag auf. So weit so klasse. Doch was muß man lesen und hören?
Der fleischlose Tag auf dem Katholikentag ist der Donnerstag.

???
Geht mein Kalender falsch?
Der Donnerstag des Katholikentages ist der 17. Mai 2012. In meinem Kalender steht an diesem Tag das Hochfest Christi Himmelfahrt. Und an dem Tag sollen die Katholikentagsbesucher fasten? Selbst in der Fastenzeit sind die Sonntage und Hochfeste vom Fasten ausgenommen. Ja mehr noch, ein Sprichwort sagt: “Wer am Sonntag fastet, leugnet die Auferstehung!”

Noch Fragen?
Ich jedenfalls nicht.

Eine Möglichkeit stünde noch im Raum: Ist das ganze etwa eine Wirtschaftsförderungsmaßnahme für die Bratwurstbuden in Mannheim?
Kann ja sein …

Nungut, der ernsthafte Hintergrund scheint din Inititative “Donnerstag Veggieday” des Vegetarierbundes zu sein, der sich die Katholikentagsorganisatoren offensichtlich angeschlossen haben. Nun habe ich nicht gegen Vegetarier (sieht man mal davon ab, daß sie meinem Essen das Essen wegessen … ), jeder mag sich so ernähren, wie er mag, so lange es im Rahmen der geltenden Gesetze unseres Landes passiert. Im Allgemeinen spricht ja auch nichts gegen eine vegetarische Ernährung, die noch Ei- und Milchprodukte berücksichtigt. Veganer und Frutarier sind da schon krasser und ob in solcher Weise eine gesunde Ernährung überhaupt langfristig möglich ist, ist wissenschaftlich umstritten.
Gelegentlicher, insbesondere im Teeniealter auftretender Puddingvegetarismus hat sich meist nach einer Zeit von selbst erledigt. Die ethische Variante: “Tiere sind meine Freunde, meine Freunde esse ich nicht” zerschellt schon gedanklich an der Frage, ob dein Freund der hungrige Tiger im Urwald wirklich ein Menschenfreund ist. So kann man über Vegetarismus geteilter Meinung sein. Auch Vegetarier können den CO2 – Ausstoß verringern, indem sie die Zahl der Vorträge deutlich reduzieren.

Wie aber kommen die Organisatoren eines Katholikentages auf die Idee, sich einer säkularen Aktion zu Gunsten eines fleischfreien Tages anzuschließen und diesen gerade nicht auf den für Katholiken üblicherweise ohnehin fleischfreien Freitag zu legen?

Die Lösung erscheint einfach:

1. Das Freitagsgebot scheint in Vergessenheit geraten.
2. Die Einsicht, daß einTag Fleischverzicht pro Woche sinnvoll sein kann, liegt offensichtlich auf der Hand.
3. Was ein Hochfest ist und warum man da nicht fastet, weiß man nicht mehr so ganz genau.
4. Das Rad neu erfinden, ist immer ganz gut.
5. Im Dialog mit der Gesellschaft schließt man sich einfach an eine existierende säkulare Aktion an, statt mal im eigenen Ladennachzuschauen.
6. Ein (halb-)englischer Name ist sowieso viel cooler.

Und schon sind wir beim VeggieDay an Christi Himmelfahrt.

Liebe Katholikentagsbesucher, wenn ich am Hochfest Christi Himmelfahrt mein Steak genieße gedenke ich Euer kurz, die ihr an Grünkernbratlingen knabbern müßt.

Und wenn mir jetzt noch jemand erklärt, was ein Kletterpark mit Berufungspastoral zu tun hat, komme dem Verstehen, was ein Katholikentag ist, noch ein Stückchen näher.

Wer schon resigiert hat und den Katholikentag eigentlich gar nicht mehr verstehen will, klickt hier.

——————————————————–
Korrektur: Wie mir in einer Rückmeldung zu diesem Artikel mitgeteilt wurde, sie die Meldung so nicht richtig, denn es gäbe überhaupt keinen (!) fleischlosen Tag für die Besucher.
Vielmehr beziehe sich das nur auf das Personal resp. die Geschäftsstelle während der Vorbereitungszeit…
Danke für den Hinweis.

Veröffentlicht unter katholisches | 5 Kommentare